Alles über den Leopardgecko
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Die Nachzucht von Leopardgeckos
ist relativ einfach. Man braucht nur ein adultes Pärchen. Allerdings empfiehlt
sich die Pärchenhaltung nicht unbedingt da das immer paarungswillige Männchen
dann seine ganze Aufmerksamkeit auf das eine Weibchen lenkt. Empfehlenswert sind
Gruppen von 1.3 oder 1.4.
Normalerweise vertragen sich Männchen und Weibchen miteinander, und werden sich
ohne Probleme miteinander verpaaren. Das Weibchen kann bis zu 10 mal im Jahr
jeweils 2 Eier legen. Früher sagte man das Leopardgeckos erst im Alter
von 12-18 Monaten verpaart werden sollten. Heute geht man dazu über, zu sagen
das man Weibchen ab einem Gewicht von 50 Gramm bedenkenlos verpaaren kann. Dies
resultiert daraus das sich die Leopardgeckos aufgrund der guten
Haltungsbedingungen in Gefangenschaft (keine Feinde, keine Futtersuche)
schneller und besser entwickeln und so auch schneller geschlechtsreif werden.
Von Paarung bis zur Eiablage vergehen
in der Regel 3-4 Wochen.
Einige Tage vor der Eiablage wird das Weibchen sein Verhalten ändern. Es wird
sich dem Männchen gegenüber aggressiver verhalten und sich auch am Tage mal
blicken lassen. Außerdem wird sie mit Probegrabungen beginnen um einen
geeigneten Ablageplatz zu finden. Zu dieser Zeit haben die meisten
Leopardgecko-Weibchen die Nahrungsaufnahme eingestellt.
Nun wird es Zeit eine Ecke im Terrarium etwas feuchter zu halten
damit das Weibchen dort seine Eier legen kann. Ich persönlich benutze dafür
Plastikdosen die halb mit Sand gefüllt sind und von mir ständig feucht gehalten
werden. Diese Dosen haben den Vorteil das sich die Leopardgeckos auch mal
zum Häuten dorthin zurückziehen, da es dort eine höhere Luftfeuchtigkeit gibt.
Bis auf ganz wenige Ausnahmen wird diese Dose als Ablageplatz sofort angenommen
und man muß nicht erst suchen um die Eier finden zu können.
Nach erfolgreicher Eiablage sollte man die Leopardgecko-Eier möglichst zeitnah in ein geeignetes Brutgerät überführen. Im Terrarium ist es nur sehr schwer möglich die für die Zeitigung nötigen Bedingungen zu schaffen. Außerdem könnten die Eier von den adulten Tieren beschädigt werden und frisch geschlüpfte Leopardgeckos sind ein gefundenes Fressen für adulte Tiere.
Es ist klein, es bewegt sich, es muß was zu fressen sein…
Ich benutze für die Zeitigung der Leopardgecko-Eier handelsübliche Brutkästen wie Bruja oder Jäger Kunstglucke. Diese gewährleisten ohne viel Aufwand immer gleich bleibende Bedingungen in punkto Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Als Brutsubstrat verwende ich Vermiculite da dieses das Wasser gut speichert und die Eier so immer genug Feuchtigkeit haben.

Leopardgecko-Eier wachsen mit der Zeit und benötigen hierfür Feuchtigkeit.

Die Eier dürfen auf keinen Fall gedreht werden ansonsten stirbt der Embryo ab. Es ist umstritten wie lange nach dem Legen des Eies ein Drehen noch nicht zum Absterben führt. Aber länger als 24 Stunden wird dieser Rahmen wohl kaum groß sein.
Von der Eiablage bis zum Schlupf vergehen, je nach Zeitigungstemperatur, zwischen 45 und 90 Tagen. Kurz vorm schlüpfen beginnt das Leopardgecko-Ei zu schwitzen.

Die Temperatur sollte zwischen 25°C und 32 °C liegen. Man kann mit ihr gut die Geschlechtsentwicklung beeinflussen. So schlüpfen bei niedrigen Temperaturen hauptsächlich Weibchen und bei hohen Männchen. Bei konstant 29°C schlüpfen Männchen und Weibchen ungefähr im Verhältnis 1:1.